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BARFen Katze


Ernährungsplan Katze:

Der Futterbedarf einer Katze beträgt ca. 4 % ihres Körpergewichtes pro Tag.

 Zusammensetzung:

80 % rohes Fleisch mit Knochen (Verhältnis ca. 50:40)

15 % -20 % Innereien, 5 % Zusätze (Lachsöl, Taurin, Gerstengras, Algenkalk, Ei etc.)

0-5 % Obst und Gemüse

Fleisch und Knochen:

Katzen sind heikel und bestimmen ihren Ernährungsplan zum Großteil selbst.

Für eine gesunde Katze ist Abwechslung gut, ihre Nahrung darf daher jegliche Fleischsorten in Rotation – d.h. drei bis vier Tage nur EINE Sorte – beinhalten: Huhn, Pute, Lamm, Rind, Fisch, Ente, Kaninchen, Pferd, Wild etc. – vorausgesetzt natürlich, sie frisst und verträgt sie auch.

Grundsätzlich sollte man weißes Fleisch (Huhn, Pute, Kaninchen, Fisch) rotem Fleisch bevorzugen, da es sonst zu Hitzesymptomen wie Entzündungen und Allergien kommen kann.

Zu beachten ist, dass bei jeglichen Krankheiten Entzündungen vorherrschen und stark wärmendes Fleisch (Lamm, Ziege, Pferd, Wild) zu vermeiden ist!

Fleisch sollte nur in Ausnahmefällen faschiert sein.
Bei gesunden Katzen sollten die Fleischstücke eine Größe von mindestens 1×1 cm haben (je größer desto besser), damit Zähne und Verdauung gestärkt werden

Knochen können im gleichen Verhältnis wie Fleisch gegeben werden oder im Verhältnis 1:2 (1 Teil Knochen, 2 Teile Fleisch). Speziell für wachsende und laktierende Katzen ist das gleiche Verhältnis wichtig! Hühnerkrägen, Hühnerflügel haben z.B. ein gutes Verhältnis, auch ein Hühnerschenkel inkl. Knochen dürfen gegeben werden.

SEHR WICHTIG: Knochen immer nur roh, also ungekocht, verabreichen, da sie sonst splittern!
Roh verzehrt sind sie kein Problem.

Katzen dürfen im Gegensatz zu Hunden öfter fetteres Fleisch fressen, die Hühnerhaut fein geschnitten ist also etwas Gutes!

Innereien:

Was immer die Katze mag kann gefüttert werden. Zumindest 2x pro Woche eine (Teil)Ration Herz, Magen, Lunge, Bio-Niere und/oder Bio-Leber.

Vorsicht: eine große Menge Innereien (vor allem Leber) auf einmal gefüttert, kann Durchfall oder Vit. A Überschuss verursachen.
In kleine Mengen sind sie allerdings sehr wichtig für die Samtpfoten.

Zusätze:

Täglich: 100-500mg Taurin,Lachsöl & eine Messerspitze Eierschalenpulver oder Algenkalk

Abwechselnd: 1Eier (roh) pro Woche, jeweils eine Brise: Spirulina, andere Algen, Gerstengras, Alfalfapulver, Multimineral- und Vitaminmischungen (keine chemischen Vitamintabletten!), Meer- oder Himalajasalz (kein gewöhnliches Speisesalz!).

Auch Bierhefe ist gesund (Vorsicht: manche Katzen reagieren mit Durchfall und/oder Erbrechen darauf, dann bitte nicht mehr geben).
Bierhefe ist auch für Katzen mit Ohrenproblemen oder Pilzbefall nicht geeignet!

Katzen können Öle und Fette aus tierischer Quelle wie Fisch- und Lachsöl besser aufnehmen als Pflanzenöle.

Keine künstlichen Vitamine(tabletten) verwenden wie z.B. Centrum, Supradyn oder ähnliches!
(Der Körper kann die Vitamine so nicht aufnehmen bzw. können sie ihm auch schaden.)

Gemüse:

Wenn möglich, einen Kaffeelöffel püriertes Gemüse bzw. reifes Obst (d.h. Wurzelgemüse, Brokkoli, Äpfel etc.) verabreichen. Muss aber nicht sein.

Zu beachten ist weiter:

Keine Milch, keine Nachtschattengewächse, max. 2x pro Woche rohen Fisch (er baut Vitamin B ab), keinen Zucker, kein Getreide, kein rohes Schweinefleisch aus nicht Aujesky-freien Ländern (Österreich ist Aujesky-frei).

 Jänner 2015

Ernährungsleitfaden hier nochmal zum downloaden:

Ernährungsleitfaden Katze


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